23. bis 26. April 2026

Ein Wochenende voller Spitzenschach, Tradition und lebendiger Schachkultur 


Ein Beitrag von Eva Teuner

Berlin zeigte sich an diesem Wochenende als gastfreundliche, weltoffene Stadt für alle, die die Begeisterung für das königliche Spiel teilen. Im Willy-Brandt-Haus richteten die Schachfreunde Berlin 1903 gemeinsam mit dem Berliner Schachverband die Endrunden der Bundesligasaison 2026 aus. Im Kreuzberger „Haus des Sports“ fand parallel dazu das Bundesliga-Blitzturnier statt, an dem auch Rotationer Spieler teilnahmen. Zeitgleich feierte der Berliner Schachverband sein 125-jähriges Jubiläum.


# Endrunden 1. Bundesliga 2026


Im Kampf um den Meistertitel traten in den Runden 13 bis 15 Deutschlands Top-Schachmannschaften gegeneinander an. Die Favoriten OSG Baden-Baden und der SC Viernheim trafen am Samstag in Runde 14 im direkten Duell aufeinander. Die Viernheimer setzten sich mit 4,5 zu 3,5 durch und holten mit einem weiteren Sieg am Sonntag den Meistertitel. Alle Ergebnisse sind auf den Bundesligaseiten zu finden. Die Partien wurden live übertragen und von GM Robert Rabiega kommentiert.

## Bundesliga-Blitzturnier des NSV

Als Rahmenprogramm zum Bundesliga-Ereignis wurde vom Niedersächsischen Schachverband ein Blitzturnier im Kreuzberger „Haus des Sports“ ausgerichtet. An diesem Format konnten sich Großmeister, Amateure und der Nachwuchs beteiligen. Für unseren Verein SSV Rotation Berlin traten gleich 7 Spieler an die Bretter. In Vorrunde 1 waren das Till Heistermann (Platz 13), Timofei Krasnyi (Platz 35), Manuel Moster (Platz 46) und Alexis M. Oortmann (Platz 48). In Vorrunde 2 nahmen teil IM Alexander Gelman (Platz 5), Leandro Burguete (Platz 40) und Onno Zhang (Platz 41). Von den 142 Teilnehmenden haben sich die beiden ersten Plätze für das Finale qualifiziert.

### 125 Jahre Berliner Schachverband (BSV)

Am 25. April 2026 feierte der BSV seinen 125. Geburtstag. Gemeinsam mit den Ehrenvorsitzenden des BSV, den Vorsitzenden der Landesverbände sowie den Berliner Funktionären des Schachsports wurden die Verdienste des BSV und seiner Ehrenamtlichen für den Schachsport gewürdigt. Der amtierende Präsident Paul Meyer-Duncker bedankte sich bei seinen Mitstreitern für den engagierten Einsatz und die unermüdliche Unterstützung.

Die Ehrenvorsitzenden erzählten aus der bewegten Wendezeit, den Herausforderungen bei der Zusammenführung der West- und Ostberliner Verbände und den Meilensteinen auf dem Weg zum heutigen BSV. Grundtenor aller Redner war die Bedeutung des Ehrenamtes  - Breitensport und die Einbindung unserer Kinder und Jugendlichen gelingt nur mit Menschen, die sich einbringen, Mut haben, etwas zu bewegen, Verantwortung übernehmen und damit das Gemeinwohl und unser soziales Miteinander stärken.

Der Berliner Schachverband und die ebenfalls eingeladene Emanuel Lasker Gesellschaft pflegen eine enge Partnerschaft, die Kultur, Geschichte und Spitzenschach verbindet. Gemeinsam organisieren sie Veranstaltungen, Vorträge und Gedenkprojekte zu Emanuel Lasker sowie Bildungsformate, die Schachgeschichte und gesellschaftliche Bedeutung des Spiels vermitteln. Diese Kooperation stärkt das öffentliche Schachleben in Berlin und bringt Traditionsbewusstsein mit aktuellem Turniergeschehen zusammen. Der Vorsitzende der ELG, Thomas Weischede, überreichte im Rahmen der Feierlichkeiten den Lasker-Preis für besondere Verdienste um den Schachsport an den ungarischen GM Peter Leko.